Ein Tag im Zeichen der Kunst

Erster Beelitzer Kunst- und Handwerkermarkt mit 60 Akteuren

Am kommenden Samstag, 11. August, wird Beelitz zum Herz der brandenburgischen Kunstszene. Rund 60 Aussteller werden zum ersten „Kunst- und Kreativmarkt“ in der Altstadt, am Ufer der Nieplitz ihre Ware ausstellen, verkaufen und zum Teil vor Ort produzieren. Darunter sind Maler, Grafiker, Bildhauer, Schmuckhersteller – und Handwerker wie Zinngießer, Holzschnitzer und ein Schmied.

 

„Wir haben im Vorfeld sehr viele Künstler angeschrieben“, sagt Organisator André Walden aus der Beelitzer Stadtverwaltung. Es sei erfreulich, dass nun so viele Aussteller dem Ruf gefolgt sind. Der „Kunst- und Kreativmarkt“ soll in Zukunft jährlich abgehalten und damit fester Bestandteil des Beelitzer Stadtlebens werden. Für regionale Künstler soll er ein Podium sein, auf dem sie ihre Arbeiten vorstellen können.

 

Künstler gebe es in Beelitz viele, sagt Bürgermeister Bernhard Knuth, sowohl professionelle als auch jene, die Kunst als Hobby betreiben. Knuth will mit dem Markt aber auch bei den Bürgern den Sinn fürs Künstlerische fördern: Am Samstag sollen die Besucher ebenfalls zu Pinsel und Farbe greifen und eine große Plane gestalten, die künftig bei Bauarbeiten an städtischen Gebäuden zum Einsatz kommen wird. Außerdem kann man sich auch eine Staffelei ausleihen und auf der klassischen Leinwand unter professioneller Anleitung seine ersten Pinselstriche machen.

 

Der Markt wird um 11 Uhr in der Straße Am Steinhorst eröffnet – und den ganzen Tag über musikalisch von Sängern und Instrumentalkünstlern an mehreren Standorten begleitet. Auch für die Verköstigung der Gäste ist mit Catering und Cocktailbar gesorgt.

 

Um 12 Uhr wird der spanische Bildhauer und Maler José Nuevo, der seit acht Jahren im Salzbrunn lebt und arbeitet, seiner Wahlheimat-Stadt Beelitz einmal mehr seinen Stempel aufdrücken: Dann nämlich wird die neun Meter hohe Installation enthüllt, an welcher der Künstler seit Monaten gearbeitet hat. Sie zeigt einen schwebenden Tisch, um den vier Stühle kreisen – ein Bild, das jede Menge Spielraum für Interpretationen lässt. Die Installation soll auch der erste Schritt zur Entwicklung der Nieplitz-Wiese hin zu einem Erholungspark sein.

 

Bis um 20 Uhr können die Besucher auf dem Kunst- und Kreativmarkt stöbern, staunen und entdecken. Auch für Kinder wird es allerhand Spannendes zu erleben geben: Neben einer Malstraße, auf der sie sich probieren können, dürfen sie auch Schmuckanhänger prägen – und sie lernen, wie früher Handarbeit mit Nadel und Faden betrieben wurde.